Facebook ist eine Zecke…oder?


Tatsächlich scheint es so zu sein, dass es uns allen irgendwie ziemlich egal ist, wie wir ausgespäht, benutzt und letztlich verkauft werden. Statt einer Welle von Kündigungen plätschert der Datenstrom munter weiter, weil wir uns alle so sehr an die netten kleinen Arbeitsunterbrechungen und Zwischendurchunterhaltungen gewöhnt haben.

Gleiches gilt für Whatsapp – obwohl es Anbieter wie Threema gibt, die ausdrücklich darauf verweisen, dass sie keine Daten sammeln…sind nur wenige bereit, die € 2,- für die App zu zahlen – weil, ja weil ja Whatsapp und Facebook und Google und Instagram UMSONST sind…und so gut gemacht und so einfach und so schön und vor allem: So weit verbreitet!

Nur umsonst sind sie natürlich nicht – womit sonst würden sie ihre Milliarden scheffeln wenn nicht mit unseren, leicht um die Ecke abgeschleppten Daten.

Manchmal frage ich mich, was ich sagen werde, wenn mich in 10 Jahren, im Zustand kompletter Datentransparenz für Wirtschafts- und Politzwecke, jemand fragt, warum ich mich denn nicht gewehrt habe…wir hätten doch sehen müssen, was da passiert….

Zahlen statt Worte


Männer und Frauen Zahlen

Anzahl der Tage 2010, für die Männer ein Hochdruckpräparat verschrieben bekamen: 85

Anzahl der Tage 2010, für die Frauen ein Hochdruckpräparat verschrieben bekamen: 40

Anteil der Männer 2012, die wegen einer Suchterkrankung behandelt wurden in Prozent: 5

Anteil der Frauen 2012, die wegen einer Suchterkrankung behandelt wurden in Prozent: 2

Anteil der übergewichtigen Männer insgesamt 2012 in Prozent: 65

Anteil der übergewichtigen Frauen insgesamt 2012 in Prozent: 50

Anteil der Männer 2012, die ihre Arbeit als gesundheitsschädlich wahrnehmen in Prozent: 20

Anteil der Frauen 2012, die ihre Arbeit als gesundheitsschädlich wahrnehmen in Prozent: 14

Anteil der Männer 2012, die an Gesundheitskursen teilnehmen in Prozent: 20

Anteil der Männer 2012, die gern glücklich wären, in Prozent: 100

Anteil der Frauen 2012, die gern glücklich wären, in Prozent: 100

Quellen. Deutsches Ärzteblatt, Robert-Koch-Institut

Was bitte ist ein Fund-Gestückeltes?


Tja, als das Wort in die Tastatur rutschte, hatte ich wohl eine Mischung aus Fundstück und Gestückeltem im Kopf, wobei das Gefundene sowohl inwendig, also als Gedanken-Stück, oder  äußerlich, als tatsächlich Gehörtes, Gesehenes oder Gefundenes auftauchen kann.

Solche „Stücke“ begegnen mir manchmal im Sekundentakt, was meist lästig, manchmal interessant und ganz selten richtig spannend ist.

Diese Seite sammelt also zukünftig solches – mal sehen, was draus wird….

Sozusagen ein guter Vorsatz: Das WIE vor das WAS zu setzen


Wenn Theorie und Praxis, Klugheit und Witz, spannender Inhalt und gute Form zusammenkommen, entstehen gute Bücher. WIE vor WAS ist eines davon.

Es ist keine neue Erkenntnis, dass unsere innere Haltung die äußeren Geschehnisse formt und dass es deshalb eine gute Idee ist, sich dem Innen zuzuwenden.
Karl-Ludwig Leiter findet über das Formelhafte „WIE vor WAS“ einen Filter, durch den er so unterschiedliche Dinge wie Besitz, Spiritualität, Regeln, Sexualität, Angst oder schickt – dadurch entsteht ein neuer und ungewohnter Blick auf Vertrautes, das WIE tritt hinter dem oft so überbetonten WAS hervor.

So wird schnell deutlich, dass Geld, Besitz, Erleuchtungserfahrung oder Wissen nicht unbedingt Glückszutaten sind – ihnen gemeinsam ist ein materielles WAS, sie sind zähl- und vorzeigbar, äußern sich in Symbolen, Orden und Roben. Ob sie aber glücklich machen und allgemein nützlich sind, hängt nicht damit zusammen, dass es sie gibt, sondern allein damit, WIE der Umgang damit ist.

Die Intention des Buches ist deutlich: Es ist ein freundlich-bestimmter, nicht zu überlesender Appell sich dem WIE zuzuwenden – und weil wir alle so sehr mit dem WAS beschäftigt sind, gibt Karl-Ludwig Leiter auch gleich einen Rat mit dazu, wie denn mehr Wie in unser Leben zu holen ist: Durch Nichts-Tun!
Er plädiert uneingeschränkt dafür zu meditieren – regelmäßig, konsequent und mit der Absicht, präsent im Geist und freundlich im Herzen zu werden, um die Unterscheidung zwischen WIE und WAS so oft wie möglich zu bemerken.

Der Autor ist ein Meister des eindrucksvollen Beispiels, erzählt viele Geschichten aus seinem eigenen Leben, um die Absurdität des menschlichen Suchens (WIE) nach Sicherheit (WAS) nicht nur unterhaltsam, sondern auch berührend zu beschreiben. Seine Geschichten sind die eines ganz normalen Menschen und dennoch besonders, weil er sich schon früh aufmachte, den Stein der Weisen (WAS) in allerlei spirituell-ökologischen Projekten (WIE) zu suchen. Dabei entsteht zeitweise das das Gefühl, er habe keinen Joint, keine Indienreise und kein Öko-Experiment ausgelassen – ihn dabei rückblickend zu begleiten ist amüsant und spannend zugleich.

Dass Karl-Ludwig Leiter dann bei Chögyam Trngpa Rinpoche landete und von ihm als einer der wenigen Europäer als Meditationslehrer autorisiert wurde, zeigt: Hier schreibt einer von Dingen die er inwendig kennt. Das macht Mut, alle Wege zu gehen, die uns hilfreich erscheinen, wenn sie denn nur weniger nach dem WAS, dem zählbaren Ergebnis, als nach dem WIE, der Art und Weise fragen.

Karl-Ludwig Leiter, Wie vor Was
Die Zauberformel für Zufriedenheit und Zuversicht
Arcana Verlag 2014

Frisch gebloggt ist durcheinander….


So ist das manchmal: Da fängt mensch an zu schreiben, bastelt freudig und scheinbar unbeobachtet zu Hause an Texten und Bildern – und vergisst, dass jede kleine Buchstabenvertauschaktion öffentlich ist, so sie denn Blog heißt und nicht privates Notizbuch….

Gerade geschehen beim Veröffentlichen des Blogs auf Facebook; kaum hatte ich den ersten Text geschrieben und geteilt, passierte genau das,w as passieren soll…er wurde gelesen.
Damit hatte ich nicht so richtig gerechnet – und flugsam ersten Tag des Jahres die erste Lektion im Bloggen-Virtualitäts-Gesehenwerdenwollen eingefahren.

Das Zen des glücklichen Arbeitens


Zen und ArbeitEin Buch für alle mit und ohne Zen-Erfahrung

Spirituelles Zen und profane Arbeit – ob das zusammen geht?
Und dann noch als eine Art Ratgeber?
Und wie das geht!

Es geht schon deshalb besonders gut, weil es im Zen diese Unterscheidung zwischen „Heiligem“ und „Profanen“ gar nicht gibt!
Wer nicht den besten Arbeitsplatz der Welt hat – oder das zumindest so empfindet, könnte mit Peter Steiners Buch „Das Zen des glücklichen Arbeitens“ eine (glückliche) Überraschung erleben.

Alle anderen, die auf angenehme Weise erinnert werden wollen, wie Leben einfacher und klarer gelebt werden kann, sollten sich dieses gelungene Buch ebenfalls am besten heute noch kaufen.
„Denn im Grunde ist alles ganz einfach – unser Leben wird von dem geprägt, was wir regelmäßig tun…und so formuliert sich der …Zen-Grundsatz „Wir sind das, was wir regelmäßig tun.“
Aus diesem kargen Satz läßt ich viel ableiten – vor allem Steiners angenehm wenig missionierender Vorschlag, durch das regelmäßige Üben des Zen schlicht eine andere Grundhaltung einnehmen zu können.
Ja, es gibt sie, die wenig erfüllenden Brotjobs, die fürchterlichen ChefInnen, das schwierige Team und die nicht angemessene Bezahlung. Und?
Bezogen auf das Zitat oben können wir mit konstanter Regelmäßigkeit darüber lamentieren und uns grämen – tagein, tagaus – sehr regelmäßig also.
Wir können aber auch eine täglich Lamentierpause von 25 Minuten einrichten, in der wir ZaZen üben – wach, bewusst und in Ruhe. In dieser absichtslosen Zeit (was für eine Idee…) kann Bewusstsein entstehen für das, was gerade ist – ohne Geschichte dazu – einfach nur: Sitzen, atmen, sein!
„Das ist es, was ich am Zen so beeindruckend finde: Ich muss einfach nur still sitzen. Nichts tun. Atmen. Achtsam sein….Alles wird einfacher und offensichtlicher.“

Steiner schreibt aus dem einfachen und klaren Geist des Zen:
Ohne Rat, ohne langatmige Belehrungen, ohne Vorschriften und vor allem ohne vorzugeben zu wissen, wohin die Reise der LeserIn gehen kann oder gar soll. Er beschreibt einfach und klar, was passieren kann, wenn wir uns entscheiden, der Klärung des Geistes ein halbe Stunde am Tag zu widmen.
Dabei ist es nicht nötig, zum Zen-Schüler zu werden oder auf buddhistischen Pfaden zu wandeln – es ist mehr die Geisteshaltung, als die Tradition des Zen, die Steiner hier vorstellt.

So einfach ist das? So einfach ist das – es muss nur…getan werden.

Peter Steiner
Das Zen des glücklichen Arbeitens
Mehr Sinn und Zufriedenheit in Job und Alltag
Theseus Verlag
€ 12,95

Erstveröffentlichung 26. Februar 2013 von Conny Dollbaum auf www.heilnetz-owl.de

Ab sofort wird gebloggt…


Seit Monaten schreibe ich einen Blog – allerdings leider nur virtuell, beim Gehen mit dem Hund, beim Zähneputzen, gern auch beim Unterwegssein von hier nach da.

Dauernd fallen mir Themen ein, ich kommentiere kühn, schwinge mich in Worttrapezen zur meistgelesenen Bloggerin überhaupt unter dem nicht vorhandenen Bloggerhimmel auf.

Tja, jetzt habe ich also einen Blog, versuche zu begreifen, wie ich denn hier überhaupt auch nur eine einzige geneigte LeserIn finden kann und muss feststellen, dass gerade so gar kein interessantes Thema auftaucht – vielleicht, weil ich sitze und nicht gehe, oder weil ich jetzt zwar virtuell aber dennoch irgendwie real geworden bin?

Wie auch immer – ich beginne am letzten Tag des Jahres einfach mal damit, eine ganz und gar moderne Schreiberin zu sein.