Geister der Welt


Geister der Welt

singt eure Lieder,

schreit so laut ihr könnt,

unsere Ohren hören schlecht,

sie sind verstopft von

Jingles und dem Lärm der Welt.

 

Schickt Stürme, Wellen,

große Vögel,

lasst Brücken bersten,

Hitze Flüsse trocknen

bis wir es verstanden haben.

Alle.

Wir sehen: Ihr habt schon begonnen.

 

Dann vielleicht doch, eine Bitte noch:

helft uns zu hören,

wiegt unsere Herzen liebevoll

im Sturm

und schickt

die Meister aller Herzen tief ins Chaos,

die lachend scheppern,

staunen,

wissen.

Ist Zeit genug?

Aus die Maus.


Gelebtes:

Visionäres.
Ideen umgesetzt.
Neues gemeinsam in die Welt getragen.
Menschen miteinander verbunden.
Lachen und Absurdes gesammelt.
Getröstet und getröstet worden.
Uns uns vertraut gemacht.

Verpasstes:

Elbstrandgänge.
schade, aber entbehrlich.
Prickelndes Betrinken.
zu spät  getroffen – früher…aber immer.
Bäuche vergleichen.
lustig.
Tanzen.
schade, zu nina simone im hospiz war es nicht das gleiche.
Regensonntag am Frühstückstisch verbringen und dummes Zeug denken wie reden.
müßiges da-sein ohne plan: nicht oft unser ding gewesen.
Küssen.
früher bestimmt, jetzt waren herz und mund vergeben – gut.
Mittelmeer-Reisen.
schön, nicht wirklich wichtig.
Gemeinsam meditieren.
schön und wichtig.
Sterben üben.
das einzige, was zu bereuen wäre, verpasst zu haben, wenn es etwas zu bereuen gäbe.

Good luck my dear, du fehlst.

 

Lebens-Erfahrung


Neu ist
die Versehrtheit.

Besiegbar Herz und Hand-Verstand,
gerissen mittendurch,
schrundig, ganz ohne Strahl und Kraft und Gut.

Verloren
ging der Löwenmut,
das Fell auf nackter Brust
reicht nicht für Wintertage.

Gewonnen
sind die Narben,
die dünne Haut, der es nach Zärtlichkeit verlangt,
die friert
und dann darunter warm lebendig ist.

2015-07-30 18.58.21